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C-Biker Saison Abschlusstour 2018 ins Bayerische Oberland

Saison Abschlusstour 2018 - Hoher Peißenberg

Unsere diesjährige Saison Abschlusstour ging in das panoramareiche Bayerische Oberland mit seinen herrlichen Tälern und Bergen und haben ein schönes Wochenende mit kleinen bis kleinsten Straßen auf dem Motorrad verbracht.

Unser Startpunkt war wie gewohnt Ravensburg. Fabian führte uns abseits der großen Hauptverkehrswege von Dorf zu Dorf, bis hin zu Häuseransammlungen mit wenigen Gebäuden auf kleinen bis kleinsten Straßen Richtung Bayern. Es ging die Rohrachschlucht hinauf, um in Scheidegg einen weiteren Mitfahrer einzusammeln.

Etwas weiter haben wir noch einen weiteren Mitstreiter eingesammelt, der auf uns mit Kaffee zur Stärkung gewartet hat. Im Anschluss wurde es wieder Zeit für ein weiteres Kurvenwedeln.

Vor Siebratshofen bogen wir rechts ab, über Missen und ließen den Großen Alpsee auf der rechten Seite hinter uns. Leider blieb uns der Blick verwehrt. Wir querten große Bundesstraßen und Autobahnen und fuhren an Kempten vorbei. Wir konnten noch einen Blick auf den Lechsee werfen, bevor es weiter am Lech entlang Richtung Peiting und Schongau ging. Kleine Pausen auf der gesamten Strecke genossen wir mit einem schönen Ausblick auf die Alpen und Umgebung. Bald waren wir am unserem großen Pausenziel – der Hohe Peißenberg – angelangt. Ein paar letzte Kurven und zum Schluss schlängelten wir uns den Berg hinauf. Endlich haben wir es geschafft…

Der Hohe Peißenberg

Ein paar Eckdaten zum Hohen Peißenberg. Der Berg ist 988 Meter hoch und liegt im Landkreis Weilheim-Schongau. Dort ist ein Meteorologisches Observatorium beheimatet. Zudem steht dort die Wallfahrtskirche “Mariä Himmelfahrt”. Die dort angegliederte Gnadenkapelle ist seit 1514 Ziel für Wallfahrer. Die Wallfahrtskirche wurde 1616-1619 errichtet. Zusammen bilden sie eine Doppelkirche. Diese gilt als Wahrzeichen des Pfaffenwinkels. Der Hohe Peißenberg wird inoffiziell auch Hohenpeißenberg (wie die angegliederte Gemeinde heißt) oder Bayerischer Rigi genannt. Auf dem Berg steht auch noch die Rundfunksendeanlage Hohenpeißenberg, die 158,76 Meter hoch ist. Man sieht Richtung Norden das Fünf-Seen-Land und im Süden die Alpen, die sich in beide Richtungen bis zum Horizont erstrecken.

Quellen: Gemeinde Hohenpeißenberg (Kirchen), Gemeinde Hohenpeißenberg (Panorama Rundblick), Wikipedia

Weiter gehts...

Nachdem wir uns im Restaurant auf dem Berg mit einem atemberaubenden Blick zu den Alpen gestärkt hatten, genossen wir bei einem Rundgang noch den Ausblick bevor es wieder los ging.

Oberhausen und Huglfing ließen wir hinter uns. Weiter ging es über Penzberg, Bad Heilbrunn – da wo der bekannte Tee herkommt – und durch Bad Tölz und Lenggries vorbei, bis wir an unserem Hotel am Sylvensteinspeicher angekommen waren.

Der Sylvensteinspeicher

Der Sylvensteinspeicher ist ein Stausee im Isarwinkel, und liegt in der Gemeinde Lenggries. Der Stausee wurde in den Jahren 1954 bis 1959 erbaut und hat ein maximales Stauvolumen von 124,3 Mio. m³. Der Sylvensteinspeicher treibt zwei Wasserkraftwerke an und hat eine Seefläche von 3,92 km².

Die maximale elektrische Leistung beträgt 6.400 kW. Die Jahresstromerzeugung beider Kraftwerke beträgt durchschnittlich 25 Mio. kWh.

Die Ortschaft Fall ist von Lenggries oder vom Tegernsee aus über die Faller-Klamm-Brücke erreichbar.

Quelle: Landeskraftwerke Bayern, Wasserwirtschaftsamt Weilheim (PDF Datei), Wikipedia

Wir wollen wieder fahren...

Wir haben am Abend nach unserer Tour ein schönes Abendessen genossen und den Abend anschließend ausklingen lassen. Nach einem reichlichen, aber nicht zu schwerem Frühstück war es Zeit zum aufbrechen. Wir sind ja schließlich zum Motorradwochenende unterwegs und nicht zum relaxen im Hotel gewesen.

Nachdem wir alles gepackt hatten, den Morgentau vom Motorrad entfernt haben, fuhren wir zum aufwärmen leichte Kurven an der Isar entlang und ließen den Sylvensteinspeicher hinter uns. Am Vorderriss war schon die Verlockung groß noch einen kurzen Abstecher in das malerische Hinterriss zu machen, in die österreichische Enklave, die nur über Deutschland erreichbar ist. Das Hinterriss heben wir für eine andere Tour auf. Im Vorderriss sind wir über eine kleine Brücke über die Isar gefahren um dann eine andere Genießerstrecke zu fahren. Schnell war die günstige Maut bezahlt, und haben bei besten Straßenverhältnissen – die man sonst seltener vorfindet – nach der Aufwärmphase die morgentlichen Sonnenstrahlen auf der Strecke eingefangen. An der Isar weiter entlang kamen wir nun nach Wallgau, fuhren rechts weg zum Walchensee talwärts dem Kesselberg hinab zum Kochelsee. Während der Abfahrt des Kesselbergs bot sich  teilweise ein weiter Blick ins Tal.

Der berühmte Kesselberg

Der Kesselberg bzw. Kesselbergstraße genannt, ist ein landschaftlich schöner Pass, der die Ortschaften Urfeld mit Kochel am See verbindet. Der Pass ist ca. 6 km lang. Historisch reicht die Existenz weit zurück. Die erste Straße wurde im Mittelalter (Ende des 15. Jh.) gebaut; einen Pfad bzw. Weg gab es schon vorher. Herzog Albrecht IV. von Bayern-München baute den Weg zur Straße aus. Der Kesselberg diente dem Handel. Im Jahr 1905 und 1907 fand jeweils ein Kesselbergrennen für Motorräder, Touren- und Rennwagen statt. Von 1928 bis 1935 fanden weitere Rennen statt. Oben am Berg ist der Walchensee, im Tal der Kochelsee. Auch hier gibt es ein Wasserkraftwerk, das Walchensee Wasserkraftwerk.

In Kochel am See, ging es links weg über die Loisach, dann ein Stück parallel der A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen. In Oberau verließen wir die Hauptverkehrsstraße und fuhren durch Ettal – wo das bekannte Kloster Ettal, eine Benediktinerabtei steht – hindurch. Nach der Ortschaft bogen wir bald links ab Richtung Plansee, einen kleinen Abstecher nach Österreich.

Kloster Ettal - Benediktinerabtei Ettal

Das Kloster Ettal hat eine lange Geschichte. Gegründet wurde die Benediktinerabtei 1330 von Kaiser Ludwig den Bayern. Die Blütezeit war im 17./18. Jahrhundert wegen einer Wallfahrt und der Ettaler Ritterakademie. Nach einem Brand im Jahre 1744 wurde das Kloster im Barockstil neu aufgebaut. Durch die Säkularisation 1803 wurde die Fertigstellung der Anlage unterbrochen, was auch das klösterliche Leben für fast 100 Jahre betraf. Durch Baron von Cramer-Klett konnten Mönche der Abtei Scheyern das Kloster im Jahre 1900 wiederbesiedeln. Die Bildungstradition wurde 1903 durch die Eröffnung des Gymnasiums und Internats wieder aufgenommen. Das Ettaler Kloster beherbergt eine Basilika. Außerdem gibt es noch einige Klosterbetriebe: Ein Klosterhotel, eine Brauerei, eine Liqueurmanufaktur, einen Klosterladen, einen Klostermarkt, eine Schaukäserei, Land- und Forstwirtschaft und Energiewirtschaft. Für Interessierte werden auch Führungen veranstaltet.

Am Plansee mit einem malerischem Blick zum See und den Bergen haben wir uns ordentlich gestärkt… Noch ein paar Bilder zur Erinnerung und weiter gehts… In Weißenbach am Lech haben wir noch schnell getankt, bevor wir uns den Gaichtpass vornahmen. Am Haldensee vorbei mit einem Blick linkerhand auf den See. Zurück aus Österreich nach Pfronten, Nesselwang, Oberdorf bei Immenstadt, bogen wir in Waltenhofen links ab, durch Eschachthal durch, bevor wir in Herlazhofen eine Pause einlegten. Ausklingen lassen haben wir den letzen Teil über Kißlegg, nördlich an Wangen im Allgäu vorbei, nach Geiselharz, wo wir uns im Verlauf der Strecke voneinander trennten um nach Hause zu fahren.

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